Gegenwind

Gegenwind, Helen Wiehr, Carsten Kaldenhoff (Saarland)
Individueller Sportschuh aus dem 3D-Drucker, in diesem Fall ein Radschuh. Er ist auf Maß an den jeweiligen Fuß angepasst und kann im Saarland produziert werden. Ausgezeichnet für innovatives Produktkonzept.

Wir sind das Team Gegenwind aus Saarbrücken. Den Startschuss des Projektes gab Helen Wiehr durch ihre Abschlussarbeit im Bereich Produktdesign mit dem Thema „Individualität im Sport“. Durch den gemeinsamen Sport, der bekanntlich ja sehr unterschiedliche Menschen zusammenbringt, entstand ein dreiköpfiges Team aus Radsportfreunden: Carsten Kaldenhoff, Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer des rad-salon., Johannes Herges von der Schuhmanufaktur Herges, sowie Helen Wiehr, Produktdesignerin.

Beschreibt eurer Projekt in drei kurzen Sätzen:
Das Handwerk des Maßschuhmachers ist ein altes Traditionsgut, das zunehmend an Bedeutung verliert. Mit unserer Idee, einen Radsportschuh auf Maß zu entwickeln, möchten wir auf die Wichtigkeit der Individualität aufmerksam machen und durch das Verfahren des 3-D-Drucks eine Lösung bieten, wie das Schuhhandwerk in Deutschland wieder nachhaltig und unabhängig vorangetrieben werden kann.

Was hat euch dazu bewegt, eine Bewerbung für das Kreativsonar einzureichen?
Uns hat vor allem beeindruckt, dass es so eine Initiative für die eher kleine Kreativszene im Saarland gibt, die Projekte wie unseres unterstützt. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich und genau das machte die Veranstaltung auch so sympathisch. Wir sind froh, dass es hier so engagierte Menschen gibt, die sich für die kreative Szene im Saarland mit viel Herzblut einsetzen. Gerade deshalb können wir nur an alle Kreativen im Saarland appellieren, an diesem Wettbewerb teilzunehmen und den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen.

Wie weit seid ihr mit eurem Projekt aktuell?
Wir haben bisher einen Prototypen entwickelt und gefertigt, der schon auf mehreren Ausstellungen und Wettbewerben zu sehen war. Im Moment sind wir dabei, die Erfahrungen in einen zweiten Prototypen einfließen zu lassen. Nach der Fertigung soll dieser verschiedenen Praxistests unterzogen werden, um im Anschluss erste Vorserienmodelle zu entwickeln und zu fertigen.

Inwiefern hat euch und euer Business die bisherige Teilnahme am Kreativsonar weitergebracht?
Wegen der Coronakrise ist die Preisverleihung und wahrscheinlich auch das Coachingwochenende erstmal abgesagt bzw. verschoben. Aber allein die Wettbewerbsphase hat schon dazu beigetragen, Kontakte zu knüpfen, konstruktive und sehr unterschiedliche Kritik zu erhalten, die uns persönlich wirklich weitergebracht hat. Auch dieser konstruktive Austausch wird sich im zweiten Prototypen widerspiegeln

Wie werdet ihr weiter am Ball bleiben und euer Projekt nach vorne bringen?
Die Entwicklung des neuen Prototypen ist in der Endphase mit neuen Erkenntnissen, mit neuen Ideen und anderen Technologien. Die Fertigung der einzelnen Komponenten zu Versuchs- und Testzwecken wird in den nächsten Wochen beginnen.

Wie hat sich die “Corona – Krise” auf euer Projekt ausgewirkt?
Durch die Coronakrise ist die Zusammenarbeit etwas erschwert worden und die wirtschaftliche Lage kann einem manchmal etwas den Mut für die Zukunft nehmen. Aber andererseits haben wir nun auch mehr Zeit uns ganz und gar auf das Projekt zu konzentrieren. Wir sind positiv davon überzeugt, dass wir gut durch die Krise kommen und auch Dinge wie der Sport wieder Relevanz in unserem gesellschaftlichen Leben bekommen.


Wir hoffen, dass die Preisverleihung und das Coachingwochenende noch nachgeholt werden können und freuen uns auf den weiteren kreativen Austausch. Da wir noch in einer relativ frühen Phase in unserem Projekt stecken, sind wir offen für Anregungen und Hilfestellungen rund um Digitalisierung unserer Prozesskette vom Fuß zum 3D gedruckten Maßradschuh sowie der Vermarktung des Produktes nach Erreichen der Serienreife.

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