Gewinner Kurzvorstellung #9: Gegenwind

Gegenwind aus Saarbrücken haben einen maß gefertigten Sportschuh aus dem 3D-Drucker entworfen. Uns haben sie ein paar Fragen beantwortet. Erfahrt hier mehr:

Gründerin Helen Wiehr

Wir sind das Team Gegenwind aus Saarbrücken. Den Startschuss des Projektes gab Helen Wiehr durch ihre Abschlussarbeit im Bereich Produktdesign mit dem Thema „Individualität im Sport“. Durch den gemeinsamen Sport, der bekanntlich ja sehr unterschiedliche Menschen zusammenbringt, entstand ein dreiköpfiges Team aus Radsportfreunden: Carsten Kaldenhoff, Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer des rad-salon., Johannes Herges von der Schuhmanufaktur Herges, sowie Helen Wiehr, Produktdesignerin. 

  1. Beschreibt euer Projekt in drei kurzen Sätzen.
    Das Handwerk des Maßschuhmachers ist ein altes Traditionsgut, das zunehmend an Bedeutung verliert. Mit unserer Idee, einen Radsportschuh auf Maß zu entwickeln, möchten wir auf die Wichtigkeit der Individualität aufmerksam machen und durch das Verfahren des 3-D-Drucks eine Lösung bieten, wie das Schuhhandwerk in Deutschland wieder nachhaltig und unabhängig vorangetrieben werden kann.
  1. Was hat Euch dazu bewegt, eine Bewerbung für das Kreativsonar einzureichen?
    Uns hat vor allem beeindruckt, dass es so eine Initiative für die eher kleine Kreativszene im Saarland gibt, die Projekte wie unseres unterstützt. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich und genau das machte die Veranstaltung auch so sympathisch. Wir sind froh, dass es hier so engagierte Menschen gibt, die sich für die kreative Szene im Saarland mit viel Herzblut einsetzen. Gerade deshalb können wir nur an alle Kreativen im Saarland appellieren, an diesem Wettbewerb teilzunehmen und den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen.
Gründer Carsten Kaldenhoff
  1. Wie weit seid ihr mit eurem Projekt aktuell?
    Wir haben bisher einen Prototypen entwickelt und gefertigt, der schon auf mehreren Ausstellungen und Wettbewerben zu sehen war. Im Moment sind wir dabei, die Erfahrungen in einen zweiten Prototypen einfließen zu lassen. Nach der Fertigung soll dieser verschiedenen Praxistests unterzogen werden, um im Anschluss erste Vorserienmodelle zu entwickeln und zu fertigen.
  1. Inwiefern hat Euch und Euer Business die bisherige Teilnahme am Kreativsonar weitergebracht?
    Wegen der Coronakrise ist die Preisverleihung und wahrscheinlich auch das Coachingwochenende erstmal abgesagt bzw. verschoben. Aber allein die Wettbewerbsphase hat schon dazu beigetragen, Kontakte zu knüpfen, konstruktive und sehr unterschiedliche Kritik zu erhalten, die uns persönlich wirklich weitergebracht hat. Auch dieser konstruktive Austausch wird sich im zweiten Prototypen widerspiegeln
  1. Wie wirst/werdet du/ihr weiter am Ball bleiben und dein/euer Projekt nach vorne bringen?
    Die Entwicklung des neuen Prototypen ist in der Endphase mit neuen Erkenntnissen, mit neuen Ideen und anderen Technologien. Die Fertigung der einzelnen Komponenten zu Versuchs- und Testzwecken wird in den nächsten Wochen beginnen.
  1. Wie hat sich die “Corona – Krise” auf dein/euer Projekt ausgewirkt?
    Durch die Coronakrise ist die Zusammenarbeit etwas erschwert worden und die wirtschaftliche Lage kann einem manchmal etwas den Mut für die Zukunft nehmen. Aber andererseits haben wir nun auch mehr Zeit uns ganz und gar auf das Projekt zu konzentrieren. Wir sind positiv davon überzeugt, dass wir gut durch die Krise kommen und auch Dinge wie der Sport wieder Relevanz in unserem gesellschaftlichen Leben bekommen.

Wir hoffen, dass die Preisverleihung und das Coachingwochenende noch nachgeholt werden können und freuen uns auf den weiteren kreativen Austausch. Da wir noch in einer relativ frühen Phase in unserem Projekt stecken, sind wir offen für Anregungen und Hilfestellungen rund um Digitalisierung unserer Prozesskette vom Fuß zum 3D gedruckten Maßradschuh sowie der Vermarktung des Produktes nach Erreichen der Serienreife.

Gewinner Kurzvorstellung #8: Posterlab

Posterlab sind ebenfalls unter den Gewinnern des Kreativsonars und wurden für ihr innovatives Servicekonzept ausgezeichnet.

Uns haben sie ein paar Fragen beantwortet und ihr könnt hier mehr über das Startup aus Rheinland Pfalz erfahren:

Wer ist bei Posterlab beteiligt?
Sebastien Charles : Business Development
Santi Porta: Product Owner
Nicolas Katte : Software Development
Wir sind ein internationales Team, das sich im Gutenberg Digital Hub in Mainz gefunden hat. Wir kommen nicht nur aus drei verschiedenen Ecken Europas (Frankreich, Spanien, Deutschland),
sondern auch aus drei unterschiedlichen Branchen (E-Learning, B2B-Kommunikation und chemische Industrie) und hatten bisher drei verschiedenen Carrier Tracks (Softwareentwicklung, Kommunikationsdesign und internationale Geschäftsentwicklung). Was uns verbindet: Wir sind Unternehmer, B2B-orientiert und hören einander zu. Wir sind komplementär – Menschen dabei zu helfen, sich gegenseitig zu ergänzen, ist unsere größte Stärke und das spiegelt sich auch in
PosterLab wieder!

Wie kam das Projekt zustande?
Die Idee von PosterLab: Ich war Kommunikationsmanager für ein großes medizinisches Forschungszentrum und Krankenhaus in Barcelona. Die Wissenschaftler waren oft sehr frustriert waren, weil sie die Kommunikationsziele für ihre Forschungsergebnisse nicht erreichen konnten:
Sichtbarkeit und Impact blieben hinter den Erwartungen zurück und es war schwer, Finanzierung für das nächste Projekt oder einen renommierten Job zu bekommen. Nachdem wir uns im Gutenberg Digital Hub in Mainz kennengelernt haben, habe ich mit Sébastien
begonnen, die Market Needs und das Potenzial meiner Ideen zu untersachen. Nach der Befragung mehrerer Forscher (Doktoranden, Post-Docs, Wissenschaftler) war das Problem und mehr noch der
Schmerz klar. Ein noch größeres Problem wurde von den Forschern hervorgehoben: Das langjährige “Kommunikationsmodell der Wissenschaft” – auch bekannt als die Veröffentlichung in einer
wissenschaftlichen Zeitschrift – ist kaputt. Digitale Medien und Open Science wecken neue Herausforderungen und Chancen.

Wo seid ihr beheimatet?
Gutenberg Digital Hub in Mainz

Beschreibt euer Projekt in drei kurzen Sätzen!
Um den Herausforderungen der Forscher gerecht zu werden, haben wir den Scope von PosterLab erweitert: PosterLab ist ein einzigartiges Tool für wissenschaftliche Kommunikation und Scientific Research Branding. Wir bieten einen “1-Stop-Shop” für Forscher und Wissenschaftsverwaltung, vom
Online-Poster-Creator bis hin zur kollaborativen Nutzung von Forschschungsergebnissen über eine Omnichannel-Plattform.
PosterLab ermöglicht es Forschern, Forschungsinstituten und Universitäten, ihren Content aus allen Quellen in einem einheitlichen Workflow in alle erdenklichen Channels zu kommunizieren und dabei
ihre Marke als Forscher, Institution, Employer und Innovatoren zu stärken und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Research Branding ist ein starker Trend, um die Attraktivität, Sichtbarkeit und Wirkung der Universität zu erhöhen. Die Bedürfnisse der Forscher nach einem einfachen und effektiven Präsentationstool und die Bedürfnisse der Kommunikationsabteilung nach einem einfachen und effektiven Brandingtool gehen Hand in Hand, weshalb wie sie komplementär (ͧͨͩͪ) in PosterLab integrieren.

Was hat Euch dazu bewegt, eine Bewerbung für das Kreativsonar einzureichen?
Sichtbarkeit ist ein kritischer Erfolgsfaktor. Die Teilnahmen an Pitches ist ein wichtiges Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Wir haben unsere Chance genutzt, als das Kreativsonar-Team Teilnehmer aus der RLP und dem Saarland suchte, die Lösungen mit einer positiven gesellschaftlichen Wirkung haben. Es war auch die perfekte Zeit und Gelegenheit, unseren PosterLab-Prototypen mehreren Jurymitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Universität des Saarlandes, einem potenziellen Kunden für uns, vorzustellen.

Wie weit seid ihr mit eurem Projekt aktuell?
Nach der Veranstaltung und dank des Kontakts, den wir geknüpft haben, konnten wir unseren Prototyp sowohl Forschern der Universität Trier als auch des Inkubators in Saarbrücken präsentieren, mit denen wir sehr gute Gespräche führen.

Inwiefern hat Euch und Euer Business die bisherige Teilnahme am Kreativsonar weitergebracht?
Unsere Teilnahme hat uns in vielerlei Hinsicht geholfen:
● Feedback zur Verbesserung unseres Wertversprechens (3 Pitch, 60+ Jurys)
● Netzwerk mit Akademikern
● Empfehlung zur Kontaktaufnahme mit bestimmten Investoren, die in unserem Geschäftsfeld aktiv sind

Wie wirst/werdet du/ihr weiter am Ball bleiben und euer Projekt nach vorne bringen?
Offene Kommunikation und kontinuierliches Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden gehören zu unseren PosterLab-Werten. Deshalb präsentieren wir unseren Prototyp weiterhin neben anerkannten
Akteuren und Multiplikatoren innerhalb des wissenschaftlichen Ökosystems, in Europa, Deutschland, auf regionaler und lokaler Ebene: Forschungseinrichtungen, Investoren, öffentliche Organisation (z.B.
Ministerium für Wirtschaft und digitale Transformation). Dies hat sich als erfolgreich erwiesen, um uns dabei zu helfen, für unser Publikum sichtbar zu sein, die richtige Funktionalität zu entwickeln und die richtigen Türen zu öffnen (z.B. Investor).

Wie hat sich die “Corona – Krise” auf dein/euer Projekt ausgewirkt?
Wir sehen Auswirkungen auf der Seite unserer potentiellen Nutzer und Kunden. Die derzeit angesagte Heimarbeit verlangsamt viele Entscheidungs- und Kommunikationsprozesse. Deshalb haben wir unsere Bemühungen verdoppelt, um Sichtbarkeit, Produkt-Demos und Leads zu generieren. Wir haben zum Beispiel einen Blog gestartet, in dem Forscher über ihre best practices in der Wissenschaftskommunikation berichten können – der Blog heißt „standbehindscience.com“!

Abschließende Worte und wie und wo kann man euch unterstützen?
Wir sind auf der Suche nach weiteren Forschungsinstituten, die mit uns ein Pilotprojekt starten wollen. Ziel wird es sein, uns bei der Feinabstimmung unseres Prototyps auf ein MVP zu helfen. Wenn Sie ein Forschungsinstitut oder ein Investor sind, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um eine Demo für Sie und Ihr Team zu organisieren.


Kontakt: Sebastien Charles / Co-Founder PosterLab
sebastien@posterlab.co / +49 152 253 16 491
Linkedin Channel, standbehindscience blog

Kurzvorstellung #6: Nomadic Table

Aus dem schönen Sohren kommt Sabrina Molz mit ihrem Projekt „Nomadic Table“.

Sabrina hat uns ebendfalls ein paar Fragen beantwortet und hier erfahrt ihr mehr über Nomadic Table:

  1. Mein Name ist Sabrina Molz und ich komme aus Sohren im Hunsrück. Das Projekt NomadicTable entstand aus meiner Liebe zur Geselligkeit, meiner Liebe zur Natur und meiner Liebe zur Keramik. 
    Viel Liebe also.
  1. Bei NomadicTable kann man hochwertige, designorientierte, handgemachte Geschirrkeramik der feinsten Manufakturen und frischesten Handwerker und Designer Europas in einem gut sortieren Online-Kaufhaus erstehen. Wir zeigen, wo sie gemacht wird und geben mit informativen Fotostrecken und kleinen Videos Einblicke in das Studioleben der Macher. 
    In Pop-Up-Stores kommen wir auch in Deine Nähe und machen es Dir möglich unsere Keramik tatsächlich zu sehen und anzufassen, denn wir sind der Meinung, dass Keramik etwas sinnliches ist und angefasst werden sollte. 
    Logisch also, dass wir auch ein komplettes Dinnerevent im Angebot haben: 
    5 wohlschmeckende Gänge an einem verzauberten Ort, serviert auf unserer Keramik – mit leiser Musik untermalt. 
  1. Das line-up der Juroren bei Kreativsonar fand ich spannend. Zunächst einmal war ich von der bloßen Anzahl beeindruckt, dann aber auch von den unterschiedlichen Hintergründen und skills, mit denen diese Menschen auf mein Projekt schauen würden. 
  2. Derzeit loten wir die rechtlichen Seiten aus und setzen uns mit Vertragsbedingungen auseinander. Zeitgleich sind wir zudem auf der Suche nach guten Eventlocations und Partnern für unsere Dinner. Wir wollen mit den regionalen Anbietern hier vor Ort zusammenarbeiten. 
  3. Durch die Teilnahme am Kreativsonar hat sich bei uns zunächst einmal noch nichts verändert. Die Preisträger sind ja erst vor kurzem bekannt gegeben worden. Ich persönlich habe mich sehr gefreut dabei sein zu dürfen und habe es in meinem Kopf als weiteren kleinen Proof of Concept abgespeichert. Ich freue mich unglaublich auf den Austausch mit den anderen Preisträgern.
  4. Es gibt unglaublich viel, was wir tun können um NomadicTable nach vorne zu bringen, das hier aufzulisten, wohl den Rahmen sprengen würde. Wichtig für mich persönlich ist es, eins nach dem anderen zu machen – in einem guten Mix zwischen work and play, aber immer nach der Maxime: Gute Qualität. Gutes Design. Gute Menschen. Kann was werden. 
  5. Die derzeitige Krise rund um Corona hat uns bestärkt auf dem richtigen Weg zu sein. Digitalisierung ist eines der Schlagwörter der Stunde. Viele haben sich gewünscht digital besser aufgestellt zu sein und dabei helfen wir. 
    Zudem muss man kein Globalisierungskritiker sein, um zu fühlen, dass die Gegenwart so wie wir sie derzeit leben, zu schnell, zu laut und zu wenig nachhaltig ist. 
    Wir bieten ein Gegenkonzept. Für zu Hause. Auf unserem Esstisch. 
  1. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Kreativsonar. Unsere Seite ist noch nicht online, aber wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, kann das über die e-mail Adresse molz.sabrina@googlemail.com tun. Insbesondere würden wir uns freuen, wenn sich Besitzer eines Grundstücks mit altem Baumbestand, Laubwald oder atemberaubender Aussicht in Rheinland-Pfalz, dem Saarland oder Luxemburg melden würden, die unsere Idee unterstützen wollen und unser Event beherbergen möchten. 

Gewinner Kurzvorstellung #5: 2log

Ein weiteres Gewinnerteam aus dem Saarland sind 2log. Sie haben uns ebenfalls ein kurzes Interview gegeben. Viel Spaß beim Lesen:

  1. Beschreibt euer Projekt in drei kurzen Sätzen.

2log hat ein einfaches, sicher und kostengünstiges System entwickelt, um Bestandsmaschinen herstellerunabhängig zu digitalisieren. Durch die Analyse von Sensorwerten ziehen wir Rückschlüsse über die Auslastung der Maschine, können helfen die Wartung der Maschine zu optimieren und die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen.

  1. Was hat Dich/Euch dazu bewegt, eine Bewerbung für das Kreativsonar einzureichen?

Zu zeigen, dass auch in technischen Lösungen ein ganzer Haufen Kreativität steckt.

  1. Wie weit seid ihr mit eurem Projekt aktuell?

Wir haben bereits ein funktionsfähiges Produkt (MVP), welches momentan bei vier Pilotkunden mit über 1000 Nutzern im Einsatz ist. Parallel dazu sind dabei unsere selbstentwickelte Hardware für die CE-Zertifizierung vorzubereiten.

  1. Inwiefern hat euch und euer Business die bisherige Teilnahme am Kreativsonar weitergebracht?

Für uns ist es wichtig mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen über unsere Geschäftsidee zu sprechen, zu diskutieren und so neue Impulse für unsere Arbeit zu bekommen. Dafür ist das Kreativsonar die perfekte Plattform.

  1. Wie werdet ihr weiter am Ball bleiben und euer Projekt nach vorne bringen?

Für uns ist der Austausch mit unseren Testkunden besonders wichtig. Wir wollen unser Produkt zusammen mit unseren Kunden weiterentwickeln, Feedback direkt in die nächsten Entwicklungsschritte einfließen lassen und so ein Produkt entwickeln, das den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden entspricht.

  1. Wie hat sich die “Corona – Krise” auf euer Projekt ausgewirkt? 

Als Startup ist man es gewohnt sich schnell auf neue Situationen einzustellen und konstruktiv für sich zu nutzen. So haben wir uns in den letzten Monaten mehr auf unsere Entwicklung fokussiert, aber auch geschaut wie wir mit unserem Wissen und Fähigkeiten etwas für die Gesellschaft beitragen können. So haben beispielsweise angefangen mit unseren zurzeit nicht genutzten 3D Druckern Masken zu drucken.

Abschließende Worte…wie und wo kann man euch unterstützen?

Wir freuen uns über jeden der mit uns Kontakt aufnimmt, mit uns in den Austausch kommt und vielleicht Testkunde oder irgendwann Kunde wird. 

Gewinner Kurzvorstellung #4: Autoconductor aus Ostbelgien

Wir hatten beim Kreativsonar Vol. 5 Ostbelgien als Gastregion mit dabei. Von den ostbelgischen Teams hat sich Autoconductor durchgesetzt und reist im Oktober zusammen mit den anderen Gewinnern nach Nancy zum Goethe-Institut.

V.l.: Christian Klinkenberg, Lothar Felten

Autoconductor sind Christian Klinkenberg (Idee) und Lothar Felten (Implementierung)

Christian hat Anfang 2019 nach einer Lösung gesucht wie man Video und Live-Musik von einem Orchester synchronisieren kann. Gemeinsam haben wir eine Lösung gesucht und gefunden. Mitte 2019 war die erste Version der Software einsatzbereit.

Das Team kommt aus dem schönen Ostbelgien, der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien.

Auch die beiden haben uns 6 Fragen beantwortet:

1) Beschreibt dein/euer Projekt in drei kurzen Sätzen.

Autoconductor ist eine Software, die es ermöglicht, grafische und traditionelle Musiknotation mit anderen Medien wie Video oder Mehrkanal-Ton zu synchronisieren. Die Software wurde ursprünglich für das Projekt „Der Gletscher –  Oper 2.0“ entwickelt. Nun können auch andere Orchester, Bands oder Theater von dieser Software profitieren um Livemusik mit Multimedia zu verbinden.

2) Was hat Dich/Euch dazu bewegt, eine Bewerbung für das Kreativsonar einzureichen?

Nachdem die ersten Aufführungen des Gletschers – Oper 2.0 im November erfolgreich verlaufen sind haben wir den Aufruf zur Einreichung beim Kerativsonar gesehen.

3) Wie weit bist/seid du/ihr mit deinem/eurem Projekt aktuell?

Die Aufführungen des Gletschers haben gezeigt das die Lösung bereits praxistauglich ist. Momentan wird die Software für zukünftige Aufführungen weiterentwickelt, so sind fortlaufende Praxistests gewährleistet.

4) Inwiefern hat Euch und Euer Business die bisherige Teilnahme am Kreativsonar weitergebracht?

Durch die vollkommen anderen Blickwinkel der Jury des Kreativsonars wurden uns neue Möglichkeiten und Richtungen für das Projekt autoconductor aufgezeigt. Die Fragen und das Feedback der Jury regen zum Nachdenken an und motivieren uns dazu das Projekt nach vorne zu bringen.

5) Wie wirst/werdet du/ihr weiter am Ball bleiben und dein/euer Projekt nach vorne bringen?

Aus der maßgeschneiderten Lösung soll jetzt ein universell einsetzbares Produkt werden: Die Einbindung der Partitur als PDF in den autoconductor soll benutzerfreundlich werden und wird komplett neu gestaltet. Auch ein synchroner Midi-Output ist jetzt möglich.

Inzwischen haben wir auch Kontakt mit einem Hardwarelieferanten um eine Komplettlösung anbieten zu können. Fernziel ist es ein fertiges Paket anzubieten das robust und einfach zu bedienen ist.

6) Wie hat sich die “Corona – Krise” auf dein/euer Projekt ausgewirkt?

Leider wurden einige Aufführungen bei denen der autoconductor zum Einsatz kommen sollte abgesagt. Ansonsten haben wir die Zeit zur Weiterentwicklung des Produkts genutzt.

Danke für das Interview! Wir sehen uns in Nancy.